M-Pesa
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Lohnt sich M-Pesa für Kenia-Urlauber?

Von am 14. März 2017

Am 6. März 2017 feierte das revolutionäre mobile Bezahlsystem M-Pesa seinen zehnjährigen Geburtstag. Gestartet wurde der Dienst vom kenianischen Mobilfunkunternehmen Safaricom – heute ist das System bereits in zehn Ländern erhältlich. Zahlt es sich für Kenia-Urlauber aus, M-Pesa zu verwenden?

Gleich vorweg: Die Entscheidung hängt ganz davon ab, wie Sie Ihren Kenia-Aufenthalt verbringen wollen. Touristen, die ihren Urlaub überwiegend am Strand oder auf einer bereits im Heimatland gebuchten Safari verbringen, werden wohl wenig Verwendung für M-Pesa finden. Für Individualreisende aber, die sich ihre Trips selbst organisieren und in einigermaßen regen Austausch mit der Bevölkerung stehen, lohnt sich eine Registrierung in jedem Fall.

Dafür spricht zunächst ein ganz praktischer Grund: In Kenia läuft ohne Handy so gut wie gar nichts mehr. Wer im Land telefonieren will, sollte sich aufgrund der hohen Roaming-Tarife ohnehin eine lokale SIM-Karte anschaffen.

Das Handy wird zur Geldbörse

Und eine Safaricom-SIM-Karte ist rasch besorgt: In Kenia gibt es mehr als 40.000 Agents, die z. B. in Supermärkten, an Tankstellen oder an Kiosken. Für die Registrierung der SIM-Karte ist ein Reisepass oder ein anderes Ausweisdokument erforderlich.

Mit der lokalen SIM wird Ihr Handy im Handumdrehen zur elektronischen Geldbörse: In den aktuellen Safaricom-SIM-Karten ist das M-Pesa-Menü bereits integriert. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie einen vierstelligen PIN-Code, mit dem Sie den Dienst aktivieren können. Dann können Sie Ihr M-PESA-Konto mit jenem Guthaben aufladen, das Sie mit Bargeld bei Ihrem Agent gekauft haben.

Nun steht der Verwendung von M-Pesa nichts mehr im Wege: Sie können nun Rechnungen begleichen, indem Sie Guthaben auf die SIM-Karte Ihres Geschäftspartners übermitteln. Der Transfer erfolgt per SMS – ein einfaches Mobiltelefon genügt also völlig. Akzeptiert wird M-Pesa praktisch überall: Im Taxi, beim Einkaufen oder beim Frisör.

Mobiles Bezahlen ist in Kenia nicht mehr wegzudenken – 16 Millionen Menschen nutzen dort M-Pesa. Kein Wunder, dass auch der Mitbewerb längst reagiert hat: So gibt es mittlerweile auch Airtel Money, Orange Money und eine stetig wachsende Anzahl weiterer Anbieter.

Hier sehen Sie einen aktuellen CNN-Beitrag zum zehnjährigen Jubiläum von M-Pesa. Die Hauptrolle darin spielt Safaricom-CEO Robert „Bob“ Collymore:

Bildnachweis: Bearbeitung von Realt0n12 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

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